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Asexuelle in Köln und Umgebung

Bitte beachten:

Kontaktanfrage zum Kölner Stammtisch bitte nicht über Email, sondern nur über das AVEN-Forum (www.asexuality.org/haupt) unter "Kontaktbörse", "Stammtische"

Kontaktperson ist "EvaB"

Was bedeutet Asexualität?

Asexuell zu sein bedeutet, kein Interesse an Sex zu haben. Nicht aus Verklemmtheit, Missbrauchserfahrungen in der Jugend oder organischer Störungen. Es ist auch keine bewusste Entscheidung (wie z.B. beim Zölibat), es fehlt einfach der Antrieb dazu.

Woher weiß ich, dass ich es bin?

Manch einer würde hier jetzt etwas von bestimmten Merkmalen, Kategorien und klinischen Studien erzählen.Wir definieren es ganz einfach: Asexuell ist jeder, der sich so empfindet. Wirklich wissen kannst es nur du selbst, es gibt keinen Test dafür, der dir verkündet: Asex positiv. Zur Orientierung wollen wir aber kurz drei Dinge erläutern:

Die AVENde-Definition

Das deutsche AVEN (AVENde) definiert Asexualität so: Kein Verlangen nach sexueller Interaktion.

Bis zum Ende Dezember 2007 führte AVENde 4 verschiedene Typen von Asexualität auf, die der Orientierung dienen sollten und hier kurz wiedergegeben werden:

    Typ A: Sexualtrieb: ja, Anziehung: nein

    Menschen, die wissen, dass sich Sex auf einer rein biochemischen Ebene vielleicht gut anfühlen würde, aber die sich nie gezwungen fühlen würden, Geschlechtsverkehr mit einem anderen Menschen zu treiben. Der Sexualtrieb ist ruhend. Asexuelle, auf die diese Beschreibung passt, können Geschlechtsverkehr mit einem anderen Menschen auf sozialer und emotionaler Ebene als unangenehm empfinden.

    Typ B: Sexualtrieb: nein, Anziehung: ja

    Diejenigen, die eine Anziehung ähnlich wie sexuelle Anziehung empfinden aber keine Lust haben, ihr sexuell nachzugehen. Anziehung ist weniger auf Sexualität und mehr auf emotionale und körperliche (aber nicht sexuelle) Intimität bezogen. Wie auch sexuelle Anziehung, kann diese Art von Anziehung auch geschlechts-spezifisch orientiert sein.

    Typ C: Sexualtrieb: ja, Anziehung: ja

    Menschen, für die sich Sex auf einer biologischen Ebene gut anfühlt und die rein emotionale Anziehung zu anderen empfinden. Diese Person mag Masturbation als angenehm empfinden und sie mag mit jemandem ausgehen und eine unerklärbare emotionale Anziehung empfinden, aber sie würde nie daran denken, die zwei miteinander zu verbinden.

    Typ D: Sexualtrieb: nein, Anziehung: nein

    Diejenigen, die Geschlechtsverkehr als unangenehm und keine Anziehung zu anderen empfinden. Es ist wichtig zu bemerken, dass "keine Anziehung zu anderen" NICHT bedeutet, dass diese Menschen keine intimen emotionalen Beziehungen herstellen. Wie diejenigen der zweiten Gruppe können sie intime Beziehungen mit anderen aufbauen und bestimmte Menschen besonders interessant zu finden, ohne etwas, dass sie als "Anziehung" definieren, zu empfinden.

Im Augenblick listet AVENde statt den 4 Typen 3 Faktoren auf: Anziehung, Erregung und Beziehungen. Mehr dazu ist auf der AVEN-Homepage zu finden.

Asexualität als sexuelle Orientierung

Ob Asexualiät eine eigene sexuelle Orientierung darstellt oder einfach nur das Nicht-Vorhandensein einer sexuellen Orientierung, darüber kann man sich natürlich streiten. Wir gehen von ersterem aus und definieren fünf sexuelle Orientierungen:
    Heterosexualität: man fühlt sich von Personen des anderen Geschlechts sexuell angezogen

    Homosexualität: man fühlt sich von Personen des eigenen Geschlechts sexuell angezogen

    Bisexualität: man fühlt von Personen beiderlei Geschlechts sexuell angezogen

    Pansexualität: man fühlt sich von Personen unabhängig des Geschlechts sexuell angezogen

    Asexualität: man fühlt sich von keinem Geschlecht sexuell angezogen
Wobei das nicht bedeutet, dass Asexuelle überhaupt keine Anziehung zu anderen Menschen verspüren. Sie werden zwar nicht sexuell von anderen angezogen, können aber emotionale Anziehung verspüren und zu anderen eine tiefe Sympathie empfinden und sich verlieben.

Um das genauer zu beschreiben, kann man Asexuelle in ebenfalls vier Gruppen eingeteilen:

Emotionale Ausrichtung von Asexuellen

Wie bei Angehörigen der anderen sexuellen Orientierungen auch, muss die emotionale Anziehung zu anderen, die jemand verspürt, nicht mit der sexuellen übereinstimmen. Um das zu verdeutlichen, hat es sich eingebürgert, bei Bedarf eine genauere Selbstbezeichnung zu benutzen:
    hetero-asexuell: man fühlt sich von Personen des anderen Geschlechts emotional angezogen

    homo-asxuell: man fühlt sich von Personen des eigenen Geschlechts emotional angezogen

    bi-asexuell: man fühlt sich von Personen beiderlei Geschlechts emotional angezogen

    pan-asexuell: man fühlt sich von Personen unabhängig des Geschlechts emotional angezogen

    (a-)asexuell: man fühlt sich von keinen Personen, egal welchen Geschlechts, emotional angezogen

Mehr über das Thema Asexualiät ist auf den Seiten des Asex-Wiki (englisch) zu finden.